Kleider machen Leute
Insights von Daniela Kopp | 10.12.2025

Mitten im Münchner Stadtteil Lehel schneidern Daniela Kopp und ihr Team qualitätsbewussten Herren und internationalen Filmstars exklusive Hemden auf den Leib. Die maßgefertigten Kleidungsstücke made in Germany sitzen wie eine zweite Haut und begleiten ihre vorrangig männlichen Träger oft jahrzehntelang.
Schon beim Betreten der Reiser Manufaktur im exklusiven Münchner Stadtteil Lehel wird klar, dass man es hier mit einem ganz besonderen Ort zu tun hat: Der Weg ins eigentliche Geschäftslokal der Maßschneiderei führt durch einen langen Gang. Unweigerlich fällt der Blick in die diversen kleinen Ateliers. Denn Schnittdirektrice Irina Filichkina, Chefdesignerin Sue Ann Lamboy und ihre Kolleginnen gehen direkt vor Ort ihrem Handwerk nach. So mancher Kunde wurde beim unverhofften Blick auf die nächste Kollektion schon zu einem ungeplanten Großeinkauf verleitet. Bei Reiser ist ein solcher aber nicht mit Stress und Hektik verbunden, sondern mit einer wohltuenden Pause vom zumeist äußerst arbeitsintensiven Alltag der vorrangig männlichen Kundschaft. „Wir nehmen uns extrem viel Zeit“, berichtet Daniela Kopp, die die Geschicke des traditionsreichen Unternehmens seit dem Jahr 2022 als Geschäftsführerin leitet. Bei einer Tasse Kaffee plaudere man über das Leben und kümmere sich um die dazu passende Kleidung. Bekannt ist die Reiser Manufaktur insbesondere für Bespoke-Hemden auf international höchstem Niveau. Gekonnt navigieren die erfahrenen Mitarbeiterinnen (bis dato ist das 14-köpfige Team tatsächlich rein weiblich, bekommt aber demnächst männlichen Zuwachs) durch eine fast schon überwältigende Auswahl an Stoffen, Kragenformen, Manschetten und Knöpfen. Gemeinsames Ziel ist kein geringeres als der ganz individuelle perfekte Schnitt. Ist dieser gefunden, wird das persönliche Schnittmuster für zukünftige Bestellungen eingelagert.
Nachhaltig auf den Leib geschneidert
Im Unterschied zu den geläufigeren Made-to-Measure-Maßhemden, werden Bespoke-Hemden von Grund auf in höchstem Maße individuell kreiert. Mittels eines Anprobehemds erfolgt die Feinjustierung. Erst wenn dieses sitzt wie eine zweite Haut, wird das eigentliche Hemd genäht. All das erfolgt von Hand in München. Die Näherei befindet sich direkt im Souterrain des Geschäftslokals. „Jedes Hemd wandert im Laufe des Bestellungsprozesses durch die Hände von rund zehn Personen“, berichtet Daniela Kopp. Bevor der Kunde das exklusive Stück mit nach Hause nehmen kann, wird es noch frisch gewaschen, getrocknet und gebügelt. Das individuellst angefertigte und auf Herz und Nieren geprüfte Kleidungsstück soll ja schließlich im Alltag lange Zeit Freude bereiten. Zeigt es nach vielen Jahren und noch viel mehr Wäschen doch erste Abnutzungserscheinungen an Kragen, Manschetten oder Ellenbögen, findet es oft den Weg zurück zu Reiser, wo das Hemd von den Expertinnen liebend gerne repariert wird. Da das legendäre firmeneigene Stoffarchiv inzwischen aus allen Nähten platzt, rät Daniela Kopp: „Wer schlau ist, kauft gleich etwas mehr Stoff mit und lagert ihn für etwaige spätere Reparaturen zu Hause ein“. „Waschen Sie ihn ab und zu mal mit. Insbesondere bei blauen Stoffen ist das sehr empfehlenswert. Blau wäscht sich ein bisschen mehr aus als andere Farben“, so der Tipp der Expertin. Bedenkt man, dass ein Reiser-Bespoke-Hemd mit rund 480 bis 600 Euro zu Buche schlägt, ist die Reparatur nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen eine naheliegende Option.

Rund um die Uhr in Reiser gehüllt
Wer leistet sich ein derart exklusives Kleidungsstück? „Wir haben eine Sparte an jungen Kunden, die leisten es sich einmal für einen besonderen Anlass – etwa für ihre Hochzeit. Hauptsächlich kommen aber Herren zu uns, die wir über lange Zeit – manchmal ihr ganzes Leben – mit Bespoke-Hemden begleiten“, berichtet Daniela Kopp. „Viele unserer Kunden arbeiten 80 bis 100 Stunden pro Woche. Da kann man sich über die Kleidung keine Gedanken machen. Sie muss perfekt sitzen“, weiß die Expertin. Wer möchte, kann 24 Stunden täglich Maßgeschneidertes von Reiser tragen. Ihre Vorgängerin sei einst gar zu einem Kunden nach Hause eingeflogen worden, um den neuen Pyjama unter realen Tragebedingungen anpassen zu können, berichtet Kopp. Ein Wunsch, der nicht alltäglich sei, dem man gegebenenfalls aber natürlich gerne nachkomme, so die Unternehmerin. Aktuell ist neben dem klassischen Pyjama jedenfalls auch das Nachthemd wieder stärker nachgefragt. „Es erlebt gerade ein Revival bei den Herren“, weiß Kopp.
Auf der großen Leinwand
Ein weiteres Geschäftsfeld der Manufaktur ist die Anfertigung von Hemden für große internationale Filmproduktionen. Derartige Aufträge bedeuten zwar großen Zeitdruck, seien aber gleichzeitig eine wahnsinnig spannende Aufgabe, berichtet die Unternehmerin. „Der bekannteste Schauspieler, den wir bis jetzt eingekleidet haben, war Russell Crowe“, verrät Daniela Kopp und gesteht: „Wenn unser Hemd dann auf der Leinwand zu sehen ist, macht uns das natürlich schon auch ein bisschen stolz“. Die Maße werden im Falle der Filmhemden freilich nicht vor Ort in München genommen. Selbst die verantwortlichen Kostümbildner:innen erfahren erst knapp vor Drehbeginn, wen sie einkleiden dürfen. „Manchmal müssen wir innerhalb von drei Tagen Hemden nähen und zum Teil auch noch den Schnitt machen, weil wir die Maße der Schauspieler:innen erst so kurzfristig übermittelt bekommen“, gibt Kopp Einblick in die besonderen Arbeitsbedingungen. Für eine aktuelle Kinoproduktion, über die sie noch nicht sprechen dürfe, fertige die Reiser Manufaktur besonders viele Hemden an. Sehr wohl sprechen darf Kopp hingegen über den Beitrag ihres Unternehmens zum Kostümfundus der Disney-Produktion rund um Modeschöpfer Cristóbal Balenciaga. Und auch Cate Blanchett war bereits in Reiser zu sehen. Ihr Frackhemd für die Rolle als Dirigentin im vielfach ausgezeichneten Film „Tár“ stammte nicht etwa aus Hollywood, sondern aus der traditionsreichen Manufaktur im Münchner Lehel.
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